Sternschule

Unser pädagogisch-didaktisches Konzept

1. Unterrichtsformen:

Im Mittelpunkt unseres Konzeptes steht das einzelne Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit, seinen Stärken und seinen Schwächen.

Daraus ergeben sich individuelle Förderkonzepte und folgende Unterrichtsformen, um den speziellen Bedürfnissen jeden Kindes gerecht zu werden:
- Freiarbeit
- Tages- und Wochenplan
- Stationenbetrieb
- Werkstatt
- Projekt
- Portfolioarbeit.

Dadurch ermöglichen wir
- selbstständiges Lernen
- das Lernen lernen
- das entdeckende Lernen
- den Umgang mit neuen Medien
- die friedliche Konfliktbewältigung
- den verantwortlichen Umgang mit der Natur.


2. Die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes:

Wir fördern und fordern alle Kinder individuell und ganzheitlich. Dabei berücksichtigen wir ihre Bedürfnisse und Begabungen u.a. im sprachlichen, mathematischen, musikalischen, sportlichen, künstlerisch-kreativen und sozial-emotionalen Bereich.


3. Klassen- und jahrgangsübergreifender Unterricht:

Bei der Planung des Unterrichts berücksichtigen wir klassen- und jahrgangsübergreifende Elemente, wie z.B.:
- gemeinsame Musik-, Kunst- oder Sportstunden
- gemischte Fördergruppen
- gemeinsame Ausflüge
- gemeinsame Feste
- gemeinsame Projekte.


4. Zusammenarbeit:

4.1 Zusammenarbeit des Kollegiums:

Eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums ist uns wichtig. So arbeiten beispielsweise in jeder Klasse mindestens 2 Lehrerinnen eng zum Wohl der Kinder zusammen, in der Regel die Jahrgangsstufenlehrerinnen (Co-Klassenlehrerinnen-System). Sie erstellen die Arbeitspläne, -berichte und Materialien sowie Förderpläne gemeinsam, gestalten zusammen das Klassenleben und bereiten die Ausflüge, Klassenfahrten und Elternabende zusammen vor. Sie sprechen sich über Erziehung und Leistungsbewertung ab und erstellen gemeinsam die Zeugnisse. Die Elterngespräche führen beide bei Bedarf zusammen.

4.2 Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Eltern:

Eltern, die mit uns zusammenarbeiten und uns in vielen Bereichen des Schullebens und des Unterrichts unterstützen, sind für uns von großer Bedeutung. Diese Zusammenarbeit umfasst z.B.:
- die Arbeit in der Klassenpflegschaft
- die Arbeit in der Schulpflegschaft
- die Arbeit in der Schulkonferenz
- die Arbeit im Förderverein
- die Hilfe bei Festen, Veranstaltungen, Projektwochen
- die Funktion als Leseeltern, als Ausflugbegleitung u.v.m.

4.3 Zusammenarbeit zwischen der Schule und externen Partnern/Institutionen:

Wir arbeiten mit verschiedenen externen Partnern und Institutionen zusammen, wie z.B.:
- mit den Kindergärten
- mit den weiterführende Schulen
- mit verschiedenen Förderschulen
- mit dem Kompetenzzentrum am Steeler Tor
- mit dem schulpsychologischen Dienst
- mit verschiedenen sozialen Diensten
- mit der Polizei
- mit verschiedenen Universitäten
- mit Sportvereinen
- mit dem Seminar zur Ausbildung der LehramtsanwärterInnen
- mit der Reformationskirche in Rüttenscheid
- mit dem deutsch-französischen Kulturzentrum
- mit der Stadtbücherei.


5. Ausflüge und Klassenfahrten:

Ausflüge und Klassenfahrten ermöglichen das Lernen an außerschulischen Orten, fördern die Klassengemeinschaft und damit das soziale Lernen. Deshalb gehören diese zu den unverzichtbaren Elementen im Schulleben der Sternschule.

In den Klassen 1-4 werden eintägige Ausflüge durchgeführt, möglichst zu Zielen im näheren Umfeld. Für jede Klasse sind mindestens 4 Unterrichtsgänge pro Schuljahr vorgesehen.
Ziele für Unterrichtsgänge und Ausflüge sind u.a. die Schule Natur, der Bochumer Tierpark, das Mineralienmuseum in Kupferdreh, das Rathaus, die Stadtbücherei, das Theater oder die Eisporthalle.

In der Jahrgangsstufe 3 findet außerdem eine dreitägige Klassenfahrt statt.


6. Projekte und Aktionen:

Projektorientiertes Lernen bedeutet, Aufgabenschwerpunkte ohne fächerspezifische Zuordnung in den Unterrichtsmittelpunkt zu stellen. Dies geschieht z.B.:
- in Kleinprojekten: klassenintern,   klassen- oder   jahrgangsübergreifend
- in Projekttagen
- in Projektwochen.

An der Sternschule gibt es fortlaufende Projekte über das ganze Jahr verteilt, wie z.B.:
- das Projekt "Giraffensprache - für ein friedvolles Miteinander"

- das Projekt "Chorklasse - Schulchor"
- das Projekt "Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen" (JeKits).

Außerdem wird in jedem Schuljahr mindestens eine Projektwoche  durchgeführt. Themen dieser Projektwochen waren u.a. Märchen, Die wunderbare Welt der Mathematik, Malen wie die großen Künstler, Soziales Lernen, Mittelalter, Hygiene und Die Werkstatt der Schmetterlinge.
 
Alle vier Jahre findet außerdem eine Zirkus-Projektwoche in Zusammenarbeit mit dem Zirkus "ZappZarap" statt.

Unser Schulfest bildet einen der Höhepunkte des Schuljahres. Es findet in der Regel im Herbst zusammen mit einem Tag der offenen Tür statt.

Darüber hinaus sind folgende Veranstaltungen feste Bestandteile des Schuljahres:
- Schulanfängerbegrüßungsfeier
- gemeinsames Singen an jedem 1. Montag im Monat
- monatlicher Schulgottesdienst
- gemeinsame Adventsfeier an jedem Montag während der Adventszeit
- Singen der Klassen 2 im Altenheim und der Klassen 3/4 im Krankenhaus
- Basteln in der Adventszeit
- gemeinsamer Besuch eines Theaterstücks
- Feiern eines Weihnachtsgottesdienstes
- Karnevalsfeier
- Fahrrad-/Rollerparcours für die Klassen 1-3
- Fahrradtraining mit Abschlussfahrt im Straßenverkehr für die Klassen 4
- Sportfest mit Bundesjugendspielen
- School’s out - Sommerfest in der letzten Woche vor den Sommerferien
- Abschiedsfeier mit Gottesdienst am letzten Schultag vor den Ferien.

 
 
7. Projekt "Giraffensprache - für ein friedvolles Miteinander":

Im täglichen Lehr- und Lernalltag begegnen wir immer wieder Herausforderungen, denen auf unterschiedlichste Art und Weise begegnet werden kann. Wir haben uns deshalb im September 2012 gemeinsam für den Prozess der Haltungsfindung im Umgang mit Herausforderungen entschieden. Dabei liegt uns die Gestaltung eines konstruktiven und bereichernden Miteinanders besonders am Herzen, damit sich jeder als wertvoller Teil der Schulgemeinschaft empfinden kann.

Was wir uns wünschen:

Ziel ist die Schaffung einer emotional sicheren Lernumgebung für alle am Bildungszprozess beteiligten Personen, in der die Bedürfnisse aller erfüllt sind, in der Gemeinsamkeiten erkannt, Andersartigkeiten akzeptiert, Verständnis aufgebracht und Bewertung vermieden werden.
In einer Atmosphäre der Offenheit, Wertschätzung, Ehrlichkeit und Empathie entwickelt sich Schule zu einem Ort lebensbereichernder Gemeinschaft, in der sowohl das eigene Selbstwertgefühl als auch die Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe gefördert und das Zusammengehörigkeitsgefühl in besonderer Weise unterstützt werden.

 
Wie sieht der Weg zum Ziel aus?

Wir lernen Beobachtungen von Bewertungen zu unterscheiden.
Wir gehen in Verbindung mit unserem Gefühl.
Wir finden heraus, welches Bedürfnis hinter unserem Gefühl steckt.
Wir lernen, Bitten zu formulieren, die zur Erfüllung des jeweiligen Bedürfnisses passen.
Wir üben aktives Zuhören, um die Bedürfnisse des Anderen zu verstehen.

 
Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg):

Alle Menchen haben die gleichen Grundbedürfnisse.
Bedürfnisse sind die Motivation für unser Handeln.
Es ist für alle Beteiligten förderlich, Bedürfnisse durch Kooperation, statt durch Wettbewerb zu erfüllen.
Menschen bereitet es von Natur aus Freude, zum Wohlergehen anderer beizutragen, wenn sie das freiwillig tun.

Gewaltfreie Kommunikation ist keine Methode, sie ist eine Art des Umgangs miteinander, eine Haltung, die ich meinem Gegenüber jederzeit entgegenbringe.
Die gewaltfreie Kommunikation ist eine Lebenshaltung, die Situationen zu schaffen vermag, in denen alle Beteiligten gewinnen.
Verantwortung, Emphatie, Wertschätzung und Kooperation stehen im Mittelpunkt und ersetzen Angst, Schuld, Scham und Belohnung.

Beziehung ist der Schlüssel zur Potenzialentfaltung.
 
"Giraffensprache":

Die Giraffensprache ist nach dem Landtier mit dem größten Herzen benannt und heißt deshalb auch Sprache des Herzens, sie ist ein Symbol für lebendige Kommunikation. Sie schafft eine Verbindung zwischen dem eigenen und dem Herzen der Anderen, indem wir strikt trennen zwischen Beobachtung und Bewertung der Beobachtung. Aber auch indem wir auf unsere Gefühle achten und uns die dahinterliegenden Bedürfnisse bewusst machen. Wir respektieren die Bedürfnisse aller und achten genauso auf die Gefühle anderer wie auf unsere eigenen.
 
Bestandteile des Projekts:

Projekt "Giraffensprache" Konfliktbearbeitung Auseinandersetzung und Übung Information und Mediation
1 Projektstunde pro Woche in den Klassen 1, 2 und 3 Gespräche mit einzelnen Kindern und Kindergruppen

Fortbildung der Lehrerinnen und Erzieherinnen

Elternabend
Gesprächsbegleitung

 

 
 
8. Netzwerkschule für Hochbegabung:

Alle Kinder haben ein Anrecht darauf, in der Schule entsprechend ihren jeweiligen Potenzialen gefördert und unterstützt zu werden. Auch Kinder mit besonderen Begabungen bedürfen einer ihren spezifischen Bedürfnissen angemessenen Förderung, um ihre Persönlichkeit entwickeln und ihre Talente bestmöglich entfalten zu können.

Seit 2005 gehört unsere Schule dem Netzwerk für Hochbegabung an: Die Sternschule ist eine von acht Netzwerkschulen für Hochbegabung in Essen. Regelmäßig nimmt das gesamte Lehrerkollegium an Fortbildungen teil. So erweiterten wir unsere Diagnosefähigkeit, methodische und didaktische Fähigkeiten sowie Beratungs- und Unterstützungskompetenzen.

Bei der Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen verfolgen wir einen integrativen Ansatz. Die Kinder verbleiben im Klassenverband und werden individuell und entsprechend ihren Potenzialen gefördert. So entwickeln wir z.B. auf die Interessen der Kinder abgestimmte Themenmappen, helfen bei der Vorbereitung eines Vortags zu einem selbstgewählten Thema und stellen Fördermaterialien und Zusatzangebote bereit. Darüber hinaus bilden wir innerhalb des Förderunterrichts auch leistungshomogene Gruppen, in denen die Kinder zusammen an einem Thema arbeiten können.

Ein besonderes Anliegen ist uns auch die Beratung der Eltern begabter Kinder.

 
 
9. Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen (JeKits):

„JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ ist ein kulturelles Bildungsprogramm in der Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Es ist das landesweite Nachfolgeprogramm von „Jedem Kind ein Instrument (Jeki)“, das im Jahr 2007 für das Ruhrgebiet entwickelt wurde.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 bietet die Sternschule in Zusammenarbeit mit der Musikschule Rhein-Ruhr im Rahmen des Projektes "JeKits" den Schwerpunkt "Tanzen" an.

Im Schwerpunkt Tanzen des JeKits-Programms steht der fundierte Einstieg in das Tanzen in der Gruppe im Mittelpunkt. Dazu bilden die Inhalte und Methoden der zeitgenössischen Tanzpädagogik und -vermittlung sowie der Rhythmik den Rahmen.

JeKits 1
In JeKits 1 werden alle Kinder innerhalb der tänzerischen Grundbildung an tänzerische Grundbewegungen herangeführt. Dabei lernen sie viele unterschiedliche Darstellungs- und Bewegungsformen kennen, in die Elemente aus verschiedenen Tanzstilen einfließen können.

  • Jedes Kind erhält eine Unterrichtsstunde pro Woche im Klassenverband.
  • Der Unterricht wird von einem Tandem bestehend aus einer Lehrkraft der Grundschule und einer Lehrkraft der Musikschule erteilt.
  • Der Unterricht findet innerhalb der Stundentafel statt.
  • Der Unterricht ist verpflichtend und kostenfrei.

JeKits 2
In JeKits 2 wird aufbauend auf die Inhalte von JeKits 1 das gemeinsame Tanzen im „JeKits-Tanzensemble“ weitergeführt. Tänzerische Fähigkeiten wie Kraft, Koordination, Balance, Feinmotorik und Bewegungsfluss werden ebenso trainiert wie das bewusste Wahrnehmen und Gestalten von Tempo und Raum. Mithilfe des Tanzes als Kunst- und Ausdrucksform können die Kinder ihren Körper als ihr eigenes „Instrument“ erfahren. Individuelle Ausdrucksmöglichkeiten werden anhand eigener Bewegungen erarbeitet. Dabei entwickeln die Kinder zunehmend differenzierte Bewegungsfähigkeiten. Die Kinder lernen Tanztechniken und choreographisches Arbeiten kennen und in künstlerische Prozesse einzubringen. Eigene Ideen und Erlebnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt und werden in tänzerische Formen umgesetzt und ausgestaltet. Dabei wird die Musik mit ihren melodischen Verläufen und rhythmischen Strukturen genauso einbezogen wie Geräusche und Stille.

  • Jedes Kind erhält zwei Unterrichtsstunden im JeKits-Tanzensemble.
  • Ab jeweils 17 Kindern wird ein neues JeKits-Tanzensemble eingerichtet.

Am Ende von JeKits 2 gestalten die Kinder eine Präsentation für die Schulöffentlichkeit, Eltern, Verwandte und Freunde. Diese Bühnenerfahrung ist zentraler Bestandteil des JeKits-Programms und rundet den Unterricht ab.

http://www.jekits.de
http://www.musikschule-rhein-ruhr.de

 
 
10. Chorklassen:

Im Rahmen des "Essener SingNetz" gibt es an der Sternschule 6 Chorklassen (2a, 2b, 3a, 3b, 4a und 4b). Geleitet werden sie von Stefan Kaminski, Stimmbildner für das Essener SingNetz.

Das Essener SingNetz ist eine Kooperation zwischen der Folkwang Musikschule und Grundschulen in Essen seit dem Schuljahr 2006/2007. Die teilnehmenden Grundschulen haben einmal wöchentlich Chor- bzw. Singstunde, geleitet von Dozenten der Folkwang Musikschule. Das Essener SingNetz ist spielerisch vermittelte Basisausbildung im Umgang mit der Stimme: mit Stimm- und Sprechspielen, Bewegungsspielen und Rhythmussprache. Die Probenarbeit eines Schuljahres mündet in gemeinsame Konzerte mit allen Gruppen.

http://www.fms.essen.de/angebote/singnetz.html

Support
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum